Dozenten

Anliegen der Dozenten

Ein internationales Dozententeam mit unterschiedlichsten Arbeits- und Denkansätzen aus verschiedenen Sparten bietet Dir eine Plattform, um Dich beim Herausschälen deiner Einzigartigkeit als Performer*in zu begleiten.
Das Dozententeam ist eine neue Generation an Künstler*innen, die von den wegweisenden Vertretern des Genre Improvisation gelernt und ihren eigenen, zeitaktuellen Stil entwickelt haben.
Es geht jedoch nicht darum, sich mit den jeweiligen künstlerische Stilen zu identifizieren oder gar zu kopieren, sondern durch eine strukturelle und praktische Auseinandersetzung damit einen Diskurs zu eröffnen, der bewusste künstlerische, intellektuelle und ästhetische Entscheidungen einfordert. Ausgehend von ihren eigene Ansätzen zeigen sie Möglichkeiten auf, um über die Auseinandersetzung damit Deinen eigenen Stil zu entwickeln und zu prägen.

 

Dozententeam

Dagny Borsdorf

img_7776arbeitet seit 2007 als freiberufliche Künstlerin, Tänzerin und Choreographin, in Freiburg und anderen nationalen und internationalen Spielorten. Sie begibt sich dabei in verschiedenste Bühnenzusammenhänge, arbeitet sowohl an staatlichen und privaten Theatern also auch in outdoor Produktionen, die sie entweder hoch in die Luft bringen, vor große Architektur oder an andere site specic Orten. So unterschiedlich wie ihre „Bühnen“, so vielfältig sind auch die Bewegungsaufgaben und Rollen. Ihre Spezialität ist die Integration von tänzerischer Bewegung in andere Kunstformen wie dem Schauspiel oder der Oper. Mit jedem Stück versucht sie etwas Neues in Ihre professionelle, tänzerische Schatzkiste zu packen. Diese Vielfalt sowie ihre Erfahrungen als Choreographin und choreographische Assistenz möchte sie gerne mit Anderen teilen: besonders wichtig ist dabei natürlich das Wissen über ihren Körper. Ihre Körpererfahrungen und die Weisheit ihrer Seele, helfen ihr im Zusammenspiel, schnell von einer Stimmung in die nächste zu wechseln. Dadurch kreiert sie intensive Momente in Raum und Zeit.
Inspiriert von der Improvisationspraxis, die sie bei Lilo Stahl (TIP Freiburg / DE), Adam Benjamin (University of Plymouth/ UK), Maya Caroll (The Instrument Teaching, Berlin/ DE), Edivaldo Ernesto (David Zambrano; Sasha Waltz, Berlin/ DE), Ruth Zapora (Action Theatre, Santa Fe / MEX) und Sten Rudstrøm (Action Theatre, Berlin/ DE) gelernt hat, unterrichtet sie einen Mix aus body work, Bewegungsexploration und gruppendynamischen Prozessen. Einerseits werden dadurch neue Möglichkeiten des individuellen Ausdrucks geschaffen und ein Gefühl für den eigenen Stil entwickelt. Andererseits werden im Spannungsfeld choreographierter und improvisierter Bewegung innere Zustände mit dem äußeren Ausdruck zusammengebracht und lebendige, dramaturgische Wendungen zugelassen, so dass die Performer ihre Zuschauer erreichen können.

 

Etoile Chaville

almaEtoile lädt die Teilnehmer*innen während des Workshops ein, die Möglichkeiten des Körpers in Form von Stimme und Bewegung als ein und dasselbe Instrument zu erforschen und erfahren. Sie möchte ihnen zeigen, wie sie das breite Spektrum ihrer eigenen Gefühle in eine kreative Ausdrucksform bringen können. Die Teilnehmer*innen werden ermutigt, ihre Urteile, Ängste, Zweifel sowie die manchmal unangenehmen Empfindungen, die den kreativen Prozess zweitweise blockieren, als eine große Ressource zu nutzen, um auf ihre Kreativität zuzugreifen, um darüber authentisches Material zu entwickeln, welches eine starke Wirkung auf das Publikum haben kann. Über diese Praxis können sie die befreiende Wirkung von verkörperter Bewegung, Stimmsound und Sprache erfahren und in der Momentkomposition einsetzen.
Etoile wird im Workshop den Fokus besonders auf die Erforschung von Stimme und Sprache setzen. Das Training befähigt die Teilnehmer*innen imaginierte Narrative bezogen auf Form und Inhalt zu entwickeln und möchte das notwendige Vertrauen aufbauen, dass Tänzer*innen brauchen, um vor Publikum zu sprechen.
Bei spielerischen Übungen zur Interaktion zwischen Bewegung, Sprache, Raum und Zeit werden die Teilnehmer*innen Gelegenheit haben, choreografische Möglichkeiten zu entdecken, die die Sprache als integrierter Moment in einem visuellen und physischen Erlebnis bietet.
Etoile schöpft für ihren Unterricht aus einem breiten Spektrum verschiedener Methoden, die sie gezielt einsetzt und in einer neuen eigenen Form zusammenbringt. Ihr Diplom machte sie an der London Contemporary Dance School. Sie ist zertifizierte Yogalehrerin sowie Action Theater Lehrerin – ein Körper-/Theater-/ Improvisations-Training nach Ruth Zaporah, welches sie bei Ruth Zaporah und Sten Rudstrom studierte.
In den letzten Jahren hat sie sowohl eigene choreografische Arbeiten entwickelt, als auch mit verschiedenen Tanz- und Theater-Ensembles gearbeitet, die Improvisation als Teil ihres kreativen Entwicklungsprozesses oder als Teil ihres performativen outputs einsetzen. U.a. arbeitete sie mit Karine Saporta, Heike Hennig & Co, The Opera Group, Mica Moca oder Caroline Duval. Man kann sie zudem regelmäßig mit ihren eigenen improvisierten Solo-Performances auf der Bühne erleben.
Stimm- und Bewegungsimprovisation untererrichtet sie u.a. an der Tanzfabrik Berlin, Studio K77, Ada Studio, Dock 11, Collectif L’impulsion und für die Compagnie Une petite voix m’a dit (Frankreich).
Etoile unterrichtet mit Wärme, Engagement und Humor und behält gleichzeitig einen klaren Blick für Details und Genauigkeit. Sie wird dich darin unterstützen, dich zu öffnen und deine Grenzen zu erweitern sowie gleichzeitig deinen persönlichen Rhythmus und deine Individualität zu respektieren.

Weitere Infos: www.etoilechaville.com

 

Dorothea Eitel
Choreographin, Performerin, Kuratorin

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Als diplomierte Rhythmikerin und Absolventin bei Lilo Stahl und Bernd Ka (TIP) ist ihr Fokus der improvisatorische Dialog zwischen Musik und Bewegung und die interdisziplinäre Transformation. Als ausgebildet Integrative Stimmtrainerin® wird bei ihr auch der Umgang mit der Stimme im Workshop Thema sein.
Mit ihrer 2009 gegründeten company urbanReflects  entwickelt sie Improvisationen und Choreografien im Kontext aktuellen Zeitgeschehens, befasst sich mit Partizipation und Rezeption und Implementierung von Tanz an Nichttheaterorten und im öffentlichen Raum.
Im Kollektiv wirhabendasnichtgewolltProduktion pendelt sie zwischen Tanzstudio und Stadt, zwischen Gedankenspiel und Bewegungsimprovisation, zwischen virtueller und realer Welt.
Im Workshop wird Dorothea neben bewährten Improvisationsskills vor allem Struktur, Konzeption und Gestaltung unterrichten und jede Menge Fragen stellen, um das eigene künstlerisches Profil zu schärfen.
Als Projektdesignerin leitete sie hauptverantwortlich das „Testlabor Turley und den Turley Thursday“ (Mannheim 2013), gläserner Probe- und Aufführungsort, als Treffpunkt für Austausch und Ideenschmiede mit der Hauptfrage nach dem Wert der Kunst und kuratierte zusammen mit Volker Hartmann-Langenfelder das Projekt HAUSBESUCH , das 1 Jahr freie darstellende Kunst in drei ländliche Gemeinden Baden-Württembergs gebracht hat. Sie ist Gründerin der „instant echo days“, das internationale spartenübergreifend Festival für angewandte Improvisation in Mannheim, bei dem auch die von den Workshop-Teilnehmern erarbeiteten Improvisationen zu sehen sein werden.

 

Jo Koppe
ist Tänzer, Choreograph und Erschaffer von Räumen.

jo-koppe1Während seiner Ausbildung in Tanz, Improvisation und Performance bei TIP/bewegungs-art Freiburg lernte er, der Poesie und der Gefahr des Moments zu vertrauen. Er kreiert Soloarbeiten (z.B. „undland“ 2013, „Birth of a Tender Beast“ 2015, „Strip Down to Everything“ 2015) und hat darüber hinaus u.a. mit Keith Hennessy/Circo Zero, Louisa Jacobs/Compans Offspace, Mårten Spångberg, Lea Martini, Sabine Noll, Aurora Kellermann, Ahmed Abdelali und anderen zusammengearbeitet. Seine eigenen Arbeiten bewegen sich oft an der Schwelle zwischen künstlerischen und sozialen Experimenten, und sind von einem ständigen Oszillieren zwischen Verletzlichkeit und Stärke geprägt.
Jo betrachtet künstlerische, körperliche und soziale Praktiken als zutiefst miteinander verbunden, und sein Interesse ist es, Räume für außeralltägliche Begegnungen und ästhetische Erfahrungen zu schaffen. Er hat viel von seinen queeren Ahnen und Zeitgenossen gelernt, von entzückenden Überzeugungstäter*innen, resoluten Hexen, seltsamen Poeten, radikalen Vätern, dunklen Sci-Fi- Queens, leidenschaftlichen Dekonstruktions-Arbeiter*innen und unermüdlich gemeinschaftsbildenden Aktvist*innen.
Seine Unterrichtstätigkeit ist stark geprägt von seinen Erfahrungen mit verschiedenen Formaten kollektiver Forschungs- und Schaffensprozesse – z.B. als Gastkünstler bei Keith Hennessys Scheiter-Epos „Turbulence“, bei den Forschungslaboren „C.R.E.A.P.S“. (mit Jesse Hewitt, Larry Arrington, Zinzi Buchanan, Sheena McGrandles und anderen) und „Aftercare“ (kuratiert von Ruairí Donovan und Hana Lee Erdman) sowie bei mit anderen DanceWEBbern gemeinschaftlich erschaffenen Formaten während seines DanceWEB-Stipendiums beim Imulstanz-Festival Wien 2015.
Dieser Workshop ist eine Betrachtung unserer Praktiken und Arbeitsweisen – der Art und Weise, in der wir kreieren, praktizieren, lernen und Wissen teilen. Wir untersuchen, wie wir unsere Entscheidungen treffen. Wir ergründen die impliziten und expliziten Regeln, Wertsysteme und Vorannahmen, die unser Tun bestimmen und in bestimmte Bahnen lenken. Wir erfinden Scores und Spiele, um unsere Interessen zu erforschen. Wir geben uns neue, aussichtslose, aufregende, unerlässliche, fragwürdige, langweilige und weit hergeholte Aufgaben, um unterschiedliche Schichten von Bedeutung und Interesse zu studieren. Wir kreieren Tänze und Nicht-Tänze. Wir teilen gemeinsame Praktiken und Rituale. Wir schaffen kollektive und individuelle Räume. Wir sprechen und schreiben und träumen. Wir tun unser Bestes und fragen uns immer wieder, was zum Teufel wir eigentlich tun. Und wenn wir alle Schubladen aufgerissen und all unser Spiel- und Werkzeug im ganzen Raum verteilt haben, klatschen wir in die Hände und fangen wieder an zu tanzen.

 

Jan F. Kurth
ist Sänger, Improvisationsmusiker, und Komponist.

kopf1Aufgewachsen in Köln studierte er Jazzgesang bei Céline Rudolph sowie Blockflöte bei Uta Schmidt in Dresden, später Filmmusik bei Cornelius Schwehr in Freiburg. 2005 bis 2006 war er Projektstipendiat der Fabrica Musica in Treviso/Italien, 2008 in der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. 2016 ist er Stipendiat der Kunststiftung Baden- Württemberg.
Der Fokus seiner Arbeit liegt auf den Ausdrucksmöglichkeiten der Stimme mit und ohne Text, auf instruvokalem Gesang sowie der Verbindung von Musik, Sprache, Bild und Bewegung. Als Sänger und Improvisationsmusiker arbeitet er u.a. fest mit den Ensembles Mahaphon Clang, Munka Klangkollektiv, shortfilmlivemusic, der Human Factory Band (Ex Harald Kimmig Quintette) und im Duo mit Ephraim Wegner.
Als Komponist sucht er das Zusammenwirken von Musik und anderen Kunstformen. Er entwickelte Musik für Theaterstücke, Filme und Tanz. Seine Konzerte und Workshops führten ihn durch ganz Europa,sowie nach Indien, Pakistan, Bangladesch, Mexiko und Taiwan. Er lebt und arbeitet in Freiburg.
Im Workshop wird er Improvisationsmodelle aus der Musik vorstellen und sie mit den Teilnehmern auf die Möglichkeit ihrer Übertragung auf den Tanz überprüfen. Dabei stellen sich automatisch Fragen nach Parametern in der Musik und ihrer Gültigkeit für den Tanz sowie ihrer Entsprechungen im Tanz. Es wird gemeinsam aktiv Musik gehört und auch musiziert. Darüber hinaus bietet Jan F. Kurth Stimm- und Sprechtraining in Verbindung mit Musik an.

www.janfkurth.de

 

Rakesh Sukesh

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www.rakeshsukesh.wixsite.com

 

Sowie weitere Gast-Dozenten

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